Der RGC Hansa hat die Deutsche Frauenmeisterschaft 2026 souverän gewonnen und den Titel erfolgreich verteidigt. Die Rostockerinnen blieben in allen fünf Spielen ungeschlagen, holten 15 Punkte und kassierten dabei insgesamt nur drei Gegentore. Am Ende stand eine Tordifferenz von +36 und damit ein ungefährdeter Turniersieg.
Für den größten tabellarischen Sprung im Vergleich zu 2025 sorgte der BVSV Nürnberg. Nach Platz fünf im Vorjahr spielte sich das Team diesmal auf Rang zwei vor und sicherte sich mit 10 Punkten die Silbermedaille. Maßgeblich dafür waren unter anderem der klare 11:1-Erfolg gegen die Füchse Berlin, das 8:1 gegen Schwerin und der entscheidende 5:3-Sieg gegen den Chemnitzer BC im direkten Duell um Platz zwei. Auch gegen Rostock zeigte Nürnberg beim 0:2 eine starke Leistung und hielt die Partie lange offen.
Auf Platz drei landete die SSG Blista Marburg. Nach Silber im Vorjahr reichte es diesmal mit 8 Punkten wieder zu einem Medaillenrang. Wichtig dafür waren vor allem das 10:2 gegen Berlin und das 8:3 gegen Schwerin, dazu kam am zweiten Tag ein 2:2 gegen Nürnberg. Trotz Niederlagen gegen Rostock (1:8) und der verpassten Chance im direkten Vergleich mit Chemnitz blieb Marburg damit erneut auf dem Podest.
Nur knapp am Treppchen vorbei schrammte der Chemnitzer BC, der als Gastgeber für viele eine der Überraschungen des Wochenendes war. Direkt zum Auftakt gelang ein 3:3 gegen Marburg, danach folgte ein knapper 7:6-Sieg gegen Schwerin. Auch am Sonntag zeigte Chemnitz starke Leistungen, erzielte beim 2:9 gegen Rostock als eines von nur wenigen Teams überhaupt Tore gegen die Hansa-Defensive und hielt das entscheidende Spiel um Platz zwei gegen Nürnberg beim 3:5 lange offen. Mit 7 Punkten und +1 Toren belegte der CBC am Ende Rang vier. Zudem stellte Chemnitz mit Lara Knopke sowohl die MVP als auch die Torschützenkönigin des Turniers.
Auf Platz fünf beendeten die Black Bulls Schwerin das Turnier. Nach Niederlagen gegen Rostock (0:10), Chemnitz (6:7), Nürnberg (1:8) und Marburg (3:8) gelang im letzten Spiel am Samstag mit dem 12:3 gegen die Füchse Berlin noch ein deutlicher Sieg, der Schwerin vor Berlin in der Tabelle hielt.
Die Füchse Berlin wurden Sechste und blieben ohne Punktgewinn. Das Team trat mit kleinem Kader an und musste im letzten Spiel gegen Rostock, das mit 0:10 verloren ging zwischenzeitlich in Unterzahl weiterspielen, nachdem es einen weiteren Ausfall gab.
Insgesamt bot die Frauenmeisterschaft 2026 damit ein klares Bild an der Spitze, aber einen spannenden Kampf um Silber und Bronze. Rostock blieb das Maß der Dinge, Nürnberg machte einen großen Schritt nach vorn, Marburg sicherte sich erneut Edelmetall und der Chemnitzer BC zeigte in eigener Halle, dass künftig mit ihm zu rechnen ist

Jugendnationalspielerin Lara Josephine Knopke (Chemnitzer BC) als MVP und Torjägerin.

