Wie die deutschen Kreuzritter nach Venedig zogen

09.11.2003: Wie die deutschen Kreuzritter nach Venedig zogen

Geschrieben von Matthias Schmidt

 

Wie die deutschen Kreuzritter nach Venedig zogen

 

SC Potsdam und BSV München bildeten bei einem großen Vereinsturnier in
Venedig die Spielgemeinschaft Crusaders (Kreuzritter)

 

Am 6. November zogen die deutschen Crusaders nach Venedig in die Stadt der
vielen Wasserkanäle und Brücken. Dort wurde am 8. und 9. November 2003 ein
Vereinsturnier ausgetragen, an dem insgesamt 11 Mannschaften teilnahmen.

 

Die Kreuzritter waren die Spieler des SC Potsdam: Mathias Köhler, Steffen
Lehmann und Matthias Schmidt sowie die Spieler des BSV München: Michael
Breitbach und Thomas Betzl. Angeführt wurden sie von Knut Kursawe und
Colette Altwasser.

 

Schon am Vorabend des ersten Wettkampftages war den deutschen Rittern klar,
dass ihnen eine schwere Goalball-Schlacht bevorstehe. Das Los oder die
Gruppenzuteilung bescherte den Männern aus Stahl starke Gegner. In der
anderen Gruppe versammelten sich die schwächeren Teams.

 

Im ersten Spiel traten die Crusaders gegen die Saltinis an, welche keine
geringeren als die litauischen Nationalspieler waren. Nach Unachtsamkeiten der
Crusaders in der Abwehr und einem zu schwachen Angriff, konnten sich die
Saltinis einen sicheren Vorsprung erarbeiten. Den Crusaders gelang es nicht
mehr, einen Ausgleich herbeizuführen. Alle Angriffsbemühungen wurden von
den Saltinis eiskalt abgewehrt. So verloren die Ritter ihr erstes Spiel mit 7 : 3.

 

Doch zeigten sie sich nicht durch das verlorene Spiel geschockt, sondern
schöpften Mut und zogen in die nächste Schlacht.

 

Gegen die spanische Mannschaft Aragon begannen sie auch wieder nervös,
zeigten jedoch sofort, wer Herr auf dem Goalball-Feld war. Mit einer starken
Abwehr „im Rücken" und Spielwitz, konnte das Spiel durch Abbruch mit 10 : 0
gewonnen werden.

 

Der letzte Gegner des Turniertages kam aus Slowenien ( Nationalteam).
Es sollte die entscheidende Schlacht, um das Erreichen des Halbfinales werden.

 

Nach einer sicheren Anfangsphase gelang es den Slowenen, mit 2 : 0 in Führung
zu gehen. Doch die deutschen Ritter gaben nicht auf und brachen auch die letzte
Lanze. Es boten sich viele Gelegenheiten einen Ausgleich herbeizuführen, doch
vom Pech verfolgt, gelang immer nur, dicht heranzukommen. Mit dem Abpfiff
des Spiels triumphierten die Slowenen durch einen 4 : 2 Sieg über die Crusaders.

 

Am zweiten Wettkampftag hatten die Crusaders ihren vorerst letzten Feldzug.
Der Gegner hieß Hammarby und kam aus Schweden. Souverän und sicher
kontrollierten die Kreuzritter das Spiel, welches sie zum Schluss auch mit 5 : 1
gewinnen konnten.

 

Mit diesen Ergebnissen sah die Auswertung des Ausrichters ungerechterweise
nur den 6. Platz vor.

 

Den ersten Platz belegten die Saltinis aus Litauen. Den zweiten Platz erreichte
die Mannschaft aus Slowenien. Dritter wurde das Team aus Budapest.

 

Zusammenfassend ist dem Ausrichter für dieses sehr schöne und gut organisierte
Turnier sehr zu danken.

Die bayrischen und brandenburgischen Crusaders hoffen, dass sie bei ihrem

 

nächsten „Goalball-Kreuzzug" erfolgreicher sein werden.