29.04.2007: Europameisterschaft 2007 Alanya/Türkei: Herren mit Bronze !!!

Wieder einmal war es soweit, die besten 8 Teams Europas versammelten sich in
Alanya/Türkei um den Europameister zu ermitteln. Dieses Turnier fand vom 24. – 29. April 2007
statt. Parallel zur Herren-EM fand auch die Frauen-EM, sowie die Herren-EM C-Gruppe statt.



Folgende Teams waren zu diesem Event eingeladen:


Männer A-Gruppe: Litauen, Deutschland, Schweden, Belgien, Slowenien, Ungarn, Dänemark, Spanien



Männer C-Gruppe: Türkei, Bulgarien, Israel, Russland, Serbien, Kroatien, Griechenland, Ukraine, Niederlande



Frauen Gruppe: Spanien, Schweden, Deutschland, Niederlande, Griechenland, Groß Britannien, Türkei,
Russland, Ukraine, Dänemark, Finnland



Unsere Vorbereitungen auf dieses Turnier war alles andere als grandios. Spieler fehlten aus
privaten Gründen, einige waren auch verletzt… wie sollte denn da eine Mannschaft für die
EM zusammenkommen? Wir versuchten das beste aus den letzten 3 Monaten
Vorbereitungszeit heraus zu holen. Erschwerend kam noch hinzu, dass sich unser Hans eine
Verletzung kurz vor EM Beginn zuzog. Mit diesen kuriosen Umständen sollten wir also eine
EM bestreiten. Mit einem frischen Mix aus Jung und Alt brachen wir also am 24. April auf –
offizieller Anreisetag. Aus allen Ecken Deutschlands trafen folgende Mitglieder der
Nationalmannschaft in einem Hotel in Alanya an: Knut Kursawe, Anne Tönnissen, Michael
Breidbach, Christian Friebel, Felix Rogge und Steffen Lehmann, der aber jedoch schon einige
Tage vorher anreiste. Das Team ist nun angereist, Vorbereitungen wurden so gut es geht
getroffen. Nun war es an der Zeit für ein neu zusammen gewürfeltes Team ein so großes und
wichtiges Turnier zu bestreiten. Unser eigentliches Ziel war es den Klassenerhalt zu schaffen,
um nicht in die B-Gruppe abzurutschen.



Also los! Nach einer erholsamen Nacht im Hotel, hatten wir um 11:00 Uhr unser erstes Spiel
gegen Ungarn. Ein neues Team, welches letztes Jahr in die A-Gruppe aufgestiegen ist. Wir
mussten auf alles gefasst sein. Anpfiff! Es lief alles wunderbar. Doch plötzlich der Schock:
Hans musste aufgrund einer Verletzung ausgewechselt werden. Also war es an der Zeit einen
Jugendspieler auf das Feld zu schicken. Felix nahm nun die Stelle für Hans ein. Es waren 2
spannende Halbzeiten immer Dicht and Dicht gelegene Ergebnisse. Dann der Schlusspfiff...
und es stand 7:5 für Deutschland! Mit 4 wunderschönen Toren von Steffen und 3
verwandelten Penaltys von Felix, sowie eine gut ausgeführte Centerposition von Michael,
gewannen wir das Spiel.



Nun hatten wir 2 Stunden Zeit um wieder zu Kräften zu kommen, denn um 15:00 Uhr sollte
gegen keinen geringeren gespielt werden, als Ex- und Vize-Weltmeister Schweden.
Motiviert und mit Siegeswillen gingen wir auf’s Feld. Auch diese Partie konnte Deutschland
für sich entscheiden. Ein Ergebnis von 8 – 4 macht das Spielgeschehen deutlich. Ein wirklich
unerwartet erfolgreicher Tag für die deutschen Herren. Der erste Spieltag war damit
gelaufen. Es konnten 2 Siege und ein neuer Einstand eines Jugendspielers in die
Nationalmannschaft gefeiert werden. Nach einem stärkendem Abendbrot und einer
ausführlichen Mannschaftsbesprechung verschleppte es dann auch alle ins Bett.



Der 2. Spieltag ging eigentlich so grandios los, wie der erste aufhörte. Mit einem Sieg über
Belgien um 10:00 Uhr mit dem Endstand von 7:4 setzte man sich das nächste Ziel: Halbfinale.
Wieder hatten wir 2 Spiele Pause bevor gegen Spanien der Ball rollen sollte. Doch dieses
Spiel war eine einzige Katastrophe. 8 – 1 hieß es zum Schluss für Spanien. Viele individuelle
Fehler hoben das Ergebnis in solche Höhe – aber vergessen und gestrichen ging es über zum
Topspiel: Deutschland vs. Litauen. Unsere Aufgabe war es das Ergebnis solang wie möglich
zu null zu halten, was auch 7:51 min klappte. In diesem Zeitraum konnten 2 Tore der
Deutschen Mannschaft gut geschrieben werden. In den letzten 2 Minuten konnte Litauen noch
3 Tore werfen. Die 2 Halbzeit sollte wieder für uns beginnen. Wir warfen den Ausgleich! Doch
kamen wieder individuelle Fehler hinzu und somit konnte Litauen sich zum Schluss doch mit
5:3 durchsetzen. Wir hatten also noch 2 Vorrunden Spiele und wir mussten mindestens noch
eines gewinnen um die Halbfinalspiele zu erreichen.



Der nächste Spieltag begann mit Slowenien. Bis ins Unendliche motiviert schenkten sich
beide Mannschaften nichts. Die 1. Halbzeit war ausgeglichen. Doch dann verfielen die
Deutschen in einen Torrausch und somit konnte das Spiel 9 – 4 gewonnen werden. Das Ziel
Halbfinale wurde erreicht.



Im letzten Vorrunden Spiel sollte Dänemark unser Gegner sein. Hier durfte Christian Friebel
seinen ersten wirklichen Einsatz genießen. Dieses Spiel wurde leider verloren aufgrund von
Konzentrationsmangel und sehr vielen Highballs. 9 – 3 hieß es zum Schluss für Dänemark.



Um 18:00 Uhr am selben Tag war es endlich soweit: Halbfinalspiel. Der Gegner hieß zum 2. mal
Spanien.. Aber auch dieses Spiel ging für uns voll nach hinten los. Wieder mussten wir uns
mit 1 – 9 geschlagen geben. Anfangs war die Stimmung gebrochen, doch dann konnten wir
uns daran erinnern, dass es eigentlich mehr war als wir uns erhofft hatten. Deutschland war
nun im kleinen Finale im Spiel um Platz 3.



Der 28. April sollte unser Tag werden! 2001 war Deutschland das letzte mal 3. auf einer
Europameisterschaft. Da Belgien im Halbfinalspiel gegen Litauen 1:11 besiegt worden war,
hieß unser Gegner also Belgien. Wir wollten heute alles geben, sowie auch unser Gegner. Es
war von Anfang an klar, dass sich beide Mannschaften nichts schenken werden. Anpfiff war
um 12:00 Uhr. Es war anfangs ein harter Kampf um das erste Tor. Belgien erzielte dieses
durch einen Penalty. Doch unser Kampf- und Teamgeist wurde immer stärker und wir
trumpften mit Toren auf. Kurz vor Schluss hieß es 6 – 2 für uns! In den letzten 2 Minuten
konnten die Belgier noch 2 Tore erzielen, aber das reichte nicht aus um uns die Führung zu
nehmen. Schlusspfiff und wir mussten erstmal wirklich realisieren das wir 3. geworden sind.
Doch dann kam das große Ausrasten: Wir sprangen herum, gratulierten uns gegenseitig und
bedankten uns bei unseren Fans. Deutschland war nach 6 Jahren endlich wieder im Besitz
einer Medaille.



Die Tabelle sah zum Schluss wie folgt aus:



1. Litauen

2. Spanien

3. Deutschland

4. Belgien

5. Ungarn

6. Schweden

7. Dänemark

8. Slowenien


Unsere Damen konnten ihren Europameister Titel leider nicht verteidigen, sie mussten sich
mit dem 5. Platz zu frieden geben. Aus der C-Gruppe der Herren stiegen die Türkei und die
Ukraine in die B-Gruppe auf. Die ersten 3 Platzierungen der Frauen sehen wie folgt aus:



1. Finnland

2. Dänemark

3. Ukraine


Die 2 Werfer Felix und Steffen konnten für Deutschland ca. 40 Tore erzielen, 20 Tore für jeden der
beiden. Es war für uns ein unerwartet, erfolgreiches Turnier. Wir hatten nie an eine Medaille
gedacht und tragen jetzt eine um den Hals.



Zum Schluss danken wir allen, die die gesamte Zeit zu uns standen und an uns gedacht haben.
Weiterhin danken wir allen die uns unterstützt und an uns geglaubt haben.



Felix Rogge



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