Goalball in Rio „Up to date“: Zweiter Wettkampftag – Spiel 3: Zweiter Sieg für Gastgeber!

Das dritte Spiel des Tages bestritten die beiden Herrenteams aus Kanada und dem Gastgeber Brasilien. Die Brasilianer hatten bereits am ersten Tag ihren ersten Sieg gegen Schweden vor heimischer Kulisse gefeiert und wollten noch mal nachlegen.

Das Spiel begann mit erwarteter Spannung. Gleich die ersten Würfe zeigten, dass dieses Spiel über die Ausdauer und das Abwehrverhalten endscheiden würde. In den ersten 4 Minuten wogte das Spiel auf und ab. Starke und straff geworfene Bälle auf der einen, glänzende Abwehr-Reaktionen auf der anderen Seite und umgekehrt. Eine sehr ausgewogene Partie. Doch in der 5. Minute waren die Kanadier einen Moment lang unaufmerksam und das wurde prompt bestraft: 1:0 die Führung für die Brasilianer. Das Team um Trainerin Nathalie Seguin blieb ruhig und diszipliniert. Weiter Würfe folgten ohne Erfolg, bis 1 Minute und 21 Sekunden später (Spielzeit 5:23 bis zur Halbzeit) die Kanadier ihrerseits trafen; 1:1 der Ausgleich. 49 Sekunden später jedoch wieder der Jubel für Brasilien. Zurück ist Führung 2:1. Und dabei blieb es nicht: nur 33 Sekunden nach dem Führungstreffer ein weiteres Tor für Brasilien, 3:1 nun die Führung ausgebaut. Die Brasilianer nun im Spielfluss fest drin; 30 Sekunden später das nächste Tor; 4:1 für den Gastgeber. Das mochte die Trainerin Nathalie Seguin aus Kanada gar nicht gerne sehen und reagiert. 2:45 Minuten vor Ende der ersten Halbzeit der erste Wechsel von Seiten der Kanadier. Doch das brachte für Kanada nicht den gewünschten Erfolg; 25 Sekunden später das nächste Tor der Brasilianer – 5:1 die Führung. Und der Gastgeber war hungrig. Sie hatten Blut geleckt, wollten unbedingt in der ersten Halbzeit Tore erzielen und das geschah auch. 32 Sekunden vor Ende der Ersten Halbzeit gelang den Gastgebern noch ein Tor; 6:1 der Halbzeitstand – eine klare Führung für die Brasilianer.

Der brasilianische Trainer Alessandro Tosim sichtlich zufrieden mit der Entwicklung in diesem Spiel. Ein Halbzeitwechsel sollte noch mehr frische in das Spiel der Brasilianer bringen. Die kanadische Trainerin Nathalie Seguin dagegen sehr unzufrieden mit ihrem Team. Auch sie bestand in der Halbzeitpause auf einen Spielerwechsel. Die zweite Hälfte begann, wie die erste aufhörte; nach 21 Sekunden das Tor für Brasilien – 7:1 die Führung. Nathalie Seguin empört über das schlechte Abwehrverhalten der Kanadier, brachte 18 Sekunden nach dem Tor einen neuen Spieler aufs Feld. Dann der ersehnte Anschlusstreffer (2:7), 19 Sekunden nach dem Wechsel. Dies unterbrach den brasilianischen Lauf und über 5 Minuten lang gelang auf beiden Seiten kein Treffer. Noch 6:25 auf der Uhr bis Spielende; Trainer Alessandro Tosim bringt einen neuen Spieler für seine Mannschaft. 2 Minuten und 37 Sekunden nach dem Wechsel Brasiliens fällt erneut das Tor, diesmal für Kanada; Anschlusstreffer zum 3:7. 42 Sekunden später die Großchance für Kanada: ein Highball-Penalty durch Brasilien bietet die Möglichkeit für den nächsten Anschlusstreffer für die Kanadier. Doch der Wurf war zu unplatziert und ging am Tor vorbei. Im Gegenzug traf Brasilien das Tor der Kanadier und baute die Führung auf 8:3 aus. Noch 2 Minuten bis zum Spielende. Ein zu straff geworfener Ball führt zu einem Longball-Penalty gegen Kanada. Brasilien nutzt die Chance – 9:3 der Spielstand. Die Fehler bei Kanada häuften sich in der Schlussphase; 42 Sekunden nach dem Penaty-Tor erneut ein Highball-Penalty gegen Kanada und das nächste Tor für Brasilien. – 10:3 der Spielstand bei einer 1 Minute und 18 Sekundigen Restspielzeit. 4 Sekunden danach führt Alessandro Tosim seinen letzten Spielerwechsel durch; Prompt mit Erfolg: 12 Sekunden nach dem Wechsel die 11:3-Führung für Brasilien. Die letzte Möglichkeit für die Kanadier um noch zu Retten, was zu Retten war, ergab sich 2 Sekunden vor dem Abpfiff. Ein überhasteter Wurf von Brasilien, folglich ein Highball-Penalty. Doch die Chance zur Ergebniskosmetik; sie blieb ungenutzt. Der Ball zu vorhersehbar geworfen, der Wurf einfach parriert. Das Ergebnis blieb beim 11:3-Erfolg für Brasilien, die damit ihren zweiten Sieg nach zwei Spielen einfahren.