Goalball Bundesliga startet erfolgreich in die erste Saison

Am Samstag (02. März) wurde in der Sporthalle der Blindenstudienanstalt in Marburg die erste Saison der Goalball Bundesliga eröffnet.

 Mit Herrn Kuxdorf (Deutsche Bank), Herrn Trutler (in Vertretung des Landrats), Claus Duncker (Leiter Deutsche Blindenstudienanstalt), Herr Wagner (Vizepräsident HBRS), Thomas Prokein (Goalball Damen-Nationaltrainer und Mitorganisator der Bundesliga) und Egon Vaupel (Oberbürgermeister der Stadt Marburg) waren gleich sechs hochrangige Gäste anwesend um die erste Saison der Goalball Bundesliga zu eröffnen.

Herr Kuxdorf überreichte den Machern der Goalball Bundesliga einen symbolischen Scheck in Höhe von 1100,-. Auch vom Landratsvertreter gab es weitere Spenden. Die deutsche Blindenstudienanstalt e.V. in Marburg hatte 4 Tage zuvor  das Großprojekt Goalball Bundesliga gerettet, als der Hauptsponsor der Liga abgesprungen war. Auch ihm gilt also ein großes Dankeschön. Das betonte auch Thomas Prokein, der außerdem den Leuten hinter dem Erfolg dankte. Namentlich wurde hier vor allem Reno Tiede (VfL Blau Weiß Neukloster) hervorgehoben. "Es ist einfach fantastisch, wie du es neben einem Studium, viel Training und weiteren Freizeitaktivitäten noch hinbekommen hast, diese Bundesliga mit ins Leben zu rufen", sagte Prokein. Marburgs Oberbürgermeister blieb es am Ende vorbehalten, den symbolischen Einwurf zu tätigen. "Sie werden mir hoffentlich verzeihen, wenn ich Ihnen mitteile, dass mein Herz vor allem für eine Mannschaft schlägt", bekannte Vaupel bevor die erste Goalball Bundesliga-Saison offiziell eröffnet war.

Am ersten Spieltag nahmen mit dem amtierenden deutschen Meister SSG Blista Marburg, , dem SSV Königs Wusterhausen, BFV Ascota Chemnitz und dem ISC Viktoria Dortmund vier der sechs Ligateams teil. Die Nordlichter FC St. Pauli und der VfL Blau Weiß Neukloster werden erst am 2. Spieltag im brandenburgischen Königs Wusterhausen ins Geschehen angreifen.

Auch wenn Swetlana Otto (21) vom ISC Viktoria Dortmund den ersten Wurf der Geschichte setzen konnte, gelang es den Dortmundern nicht auch den ersten zu vergebenen Dreier zu landen. Die Ascota aus Chemnitz dominiert das Geschehen und siegte am Ende deutlich mit 3:11 (1:4).

Anschließend kam es zum Duell der wohl größten Konkurrenten – die SSG Blista Marburg (acht Titelsiege) traf  auf den SSV Königs Wusterhausen (sieben Titelsiege). Die Mittelhessen fuhren einen 15:5 (7:2) Heimsieg ein. Nur in der Anfangsphase konnte der SSV das Spiel offen gestalten. Nach einer 2:1 Führung zog die SSG bis zur Halbzeit auf 7:2 davon. Königs Wusterhausen verkürzte zu Beginn des zweiten Spielabschnittes noch einmal auf 4:7. Sie zerstörten sich ihre Aufholjagt allerdings durch einen Strafwurf wieder. Im Anschluss zogen die Blistaner unaufhaltsam davon.

Die Brandenburger konnten den 1. Spieltag aber noch im Ostderby gegen Ascota Chemnitz retten. Zu Beginn des Spiels musste KW jedoch erst einmal einem 0:2 Rückstand hinterher laufen. Zur Halbzeit schafften sie dann die Kehrtwende und führten mit 4:5. Die Sachsen kämpfen beherzt  und brachten die Nationalspieler aus KW vorübergehend zur Verzweiflung. Mitte der zweiten Hälfte  brachen sie jedoch ein und Königs Wusterhausen brachte den ersten Dreier der Saison mit 6:13 (4:5) unter Dach und Fach.

Auch Marburg tat sich zunächst mit den vermeidlichen Außenseiter aus Dortmund schwer. Die Weiß-Grünen hielten sich lange im Spiel und gingen lediglich mit einerm1:3 Rückstand in die Pause. Doch in der 2. Halbzeit zog Marburg davon und siegte am Ende deutlich mit 9:3.

Im letzten Pflichtspiel des Tages hatte Chemnitz die Chance mit einem Sieg gegen die Hausherren die Tabellenführung zu übernehmen.  Doch die Hoffnungen sollten schnell begraben werden. Die Blistaner brachten das Spiel mit 15:5 zum Abbruch und gehen somit verdient als Tabellenführer aus dem 1. Spieltag. Chemnitz reiht sich mit 3 Punkten hinter Königs Wusterhausen auf Platz 3 ein. Viktoria Dortmund reist am 13.04. als Schlusslicht zum 2. Spieltag an.

Am Abend trafen sich eine Auswahl des VfL Blau Weiß Neukloster und der BFV Ascota Chemnitz zum Testspiel. Nach einem beherzten Schlagabtausch der beiden Mannschaften konnten sich am Ende die Norddeutschen mit 9:7 durchsetzen.

Quelle: Kevin Barth