GBL 1. Spieltag – vorne wird´s eng

Am 01. Februar wurde die neue Saison der Goalball Bundesliga beim amtierenden Deutschen Meister, der SSG Blista Marburg, eröffnet. Fünf Teams warn an diesem Spieltag beteiligt. Unter besonderer Beobachtung stand neben dem Titelverteidiger auch Ascota Chemnitz. Die Sachsen galten im Vorfeld der Saison als Geheimfavorit.

Dementsprechend war das Eröffnungsspiel direkt ein heißes Duell zweier Konkurrenten. Die SSG stand dem BFV Ascota gegenüber. Die Brisanz des Spiels zeigte sich schon in den ersten Sekunden, als die Gemüter hoch kochten. Der Chemnitzer Spielertrainer Sascha Timaeus, der als Normalsehender im Kader steht, saß entgegen den Regeln ungepachted auf der Bank. Doch das Schiedsrichtergespann zeigte viel Fingerspitzengefühl und beließ es bei einer Verwarnung. Kurze Zeit später hatten die Chemnitzer dann mit einem Penalty die erste Großchance zur Führung. Doch Burkhardt setzte den Penalty zu unplatziert und Marburgs Vestweber konnte parieren. Das brachte dem Gastgeber Aufschwung und somit übernahmen sie zunehmend die Kontrolle über das Geschehen. So vielen dann auch die ersten Tore für die SSG. Mit einer Komfortablen 6:0 Führung ging es dann in die Halbzeit. Doch den Chemnitzern gelang es auch in der zweiten Hälfte nicht mehr das Spiel noch herum zu reißen. Am Ende siegte die Blista verdient  mit 12:2.

Besser sollte es hingegen für Ascota´s Zweite laufen. Sie mussten gegen die Spielgemeinschaft FC St. Pauli / Viktoria Dortmund ran. Beide Mannschaften begannen verhalten und ließen in der Verteidigung nicht viel zu. So stand lange ein torloses Unentschieden auf der Anzeigetafel. Doch nach unnötigen Gegentoren wie durch Penaltys und einem Eigentor von Ex-Nationalspielerin Hülya Welkert wirkten die Paulianer zunehmend verunsichert und Chemnitz konnte daraus sein Kapital schlagen. Zur Halbzeit stand es dann sogar schon 8:0. Im Laufe der zweiten Halbzeit beendete Chemnitz das Spiel mit dem Treffer zum 10:0. Auch wenn der Sieg verdient war, viel er unter dem Strich doch etwas zu hoch aus.

Der VfL Blau Weiß Neukloster begann seine Saison gegen die erste Vertretung der Chemnitzer Ascota. Allerdings musste die Talentschmiede aus Mecklenburg-Vorpommern auf ihren Werfer Marcel Lehmann verletzungsbedingt verzichten. Der Qualitätsverlust sollte den Nordlichtern schwer zu schaffen machen. Schon in der ersten Halbzeit mussten sie sich mit 1:11 geschlagen geben.

Nachdem die SSG Blista den Konkurrenten in die Schranken gewiesen hatte, setzen sie im Spiel gegen Chemnitz II. auf Frauen-Power. Während Swetlana Otto und Saine Kuxdorf von Anfang an auf dem Feld standen, war durch die Einwechslung von Charlotte Hartz (für Tobias Vestweber) das SSG-Frauentrio perfekt. Nach einer beindruckenden ersten Halbzeit führten sie souverän mit 8:1. Auch wenn die Defense im zweiten Abschnitt etwas wackelte, konnten sie am Ende einen ungefährdeten 12:6-Erfolg einfahren.

Für die Spielgemeinschaft FC St. Pauli / Viktoria Dortmund gab es im Spiel gegen den BFV Ascota wohl nur wenig Hoffnung. Der BFV demonstrierte seine Überlegenheit und brachte das Spiel noch vor dem Pausentee zum 10:0-Spielabbruch.

Das letzte Duell des Spieltages lieferten sich die stark dezimierten Neuklosteraner und Chemnitz II. Es war ein sehr enges und spannendes Spiel. Neukloster wollte undbedingt drei Punkte mitnehmen. Chemnitz lag häufig vorne, doch der VfL wusste dieses stets zu egalisieren und ging zwischenzeitig sogar in Führung. Pünktlich zur Halbzeit konnten die Sachsen sich etwas Luft verschaffen und gingen mit 7:5 in die Pause. Während Neukloster zunehmend nervös wurde und sich zu viele Patzer in der Defense erlaubte, spielen die Chemnitzer ihre Erfahrung aus und siegten am Ende deutlich mit 16:6. Maßgeblich beteiligt war der Chemnitzer Topscorer Lars Geithner, der in diesem Spiel 9 Tore markierte und somit die Torschützenliste mit insgesamt 17 Treffern anführt. Bei den Frauen führt mit 10 Toren die Blista-spielerin Swetlana Otto.

Die Tabelle im Überblick

1. SSG Blista Marburg (6 Punkte)
2. BFV Ascota Chemnitz II. (6 Punkte)
3. BFV Ascota Chemnitz (6 Punkte)
4. SSV Königs Wusterhausen ( 0 Punkte)
4. Rostocker GC Hansa (0 Punkte)
4. BVSV Nürnberg (0 Punkte)
7. VfL Blau Weiß Neukloster (0 Punkte)
8. SG FC St. Pauli /Viktoria Dortmund (0 Punkte)