Bericht von den 12. Paralympics in Athen

29.09.2004: Bericht von den 12. Paralympics in Athen

Am 10.09.2004 fuhr die Nationalmannschaft Goalball Herren zu den 12. Paralympics, diesmal in Athen / Griechenland. Das Training vor Ort schien, wie die Turniere vorab, sehr vielversprechend. Nach der Eröffnung am 17.09. bestand die Möglichkeit eines Trainings in der späteren Wettkampfstätte.

Am 20.09. gings los. Erster Gegner auf paralympischen Boden waren die USA. Schnell kam das gegnerische Team durch Fehler der deutschen Auswahl in Führung. Der Endstand von 2:7 war eine derbe Niederlage, an der das Team ganz ordentlich zu arbeiten hatte.

Am Folgetag, 21.09., wurde ein Sieg gegen Kanada erkämpft. Eine deutliche Führung der Deutschen wurde gegen Ende fast aufs Spiel gesetzt. Der Endstand von 5:4 brachte den ersten Sieg und somit 3 Punkte.

Das Team aus Griechenland hatte dem Angriff der gut trainierten deutschen Sportler nicht viel entgegen zu setzen. Ein vorzeitiger Spielabbruch war die Folge eines 13:3.

Um sicher ins Viertelfinale zu kommen mußte mindestens ein Unendschieden gegen Schweden herausspringen. Dem 0:1 folgte schnell das 1:1. Dem 1:2 und 1:3 konnte Deutschland nichts mehr entgegensetzen und kam somit nicht weiter.

Samstag, 25.09., wurde um Platz 9 gespielt. Gegner war Litauen, der bei allen großen Turnieren seit 2000 ständig Zweiter war und für die Paralympics 2004 als Goldmedaillenanwärter galt. Auch hier ließen sich die Deutschen die Butter vom Brot nehmen. Durch selbst verschuldete Fehler unterlag Deutschland 4:6.

Im Viertelfinale gewannen ausschließlich die Teams aus der deutschen Gruppe.

Im Spiel um Platz 3 wurde es spannend. Sah es so aus, als würden die Kanadier nach einer Führung von 4:1 einen deutlichen Sieg einfahren, so wurden die Zuschauer eines besseren belehrt. Die USA kam Tor um Tor weiter heran und konnte den 1:4 Rückstand zu einer 5:4 Führung ausbauen.

Im Finale stand Dänemark (Paralympicssieger 2000) und Schweden (Weltmeister 2002). Die erste Halbzeit schien einem Schützenfest gleich. Ein Tor folgte dem anderen. Nach einem Halbzeitstand von 5:4 für Dänemark war noch alles offen. Schweden konnte jedoch nicht viel zulegen. Dänemark gewann erneut mit 7:5 und wurde zum zweitenmal Paralympicssieger.

Das deutsche Team ist mit anderen Erwartungen nach Athen gefahren. Die Leistung von Sydney (7. Platz) sollte zumindest gehalten werden. Erfolge in Turnieren kurz vor den Paralympics ließen auf mehr hoffen. Der 10. Platz macht dem TEam sehr zu schaffen. Nach einer kurzen Trainingspause werden die 6 Athleten erneut mit dem harten Training anfangen, um sich auf die Europameisterschaft im kommenden Jahr vorzubereiten. Dort besteht die Möglichkeit sich für die Weltmeisterschaft 2006 zu qualifizieren.