Bericht über die JWM 2009 aus Sicht einer Spielerin

28.07.2009: Bericht über die JWM 2009 aus Sicht einer Spielerin

Jedes Turnier hat einmal ein Ende, so auch die Jugendweltmeisterschaft in

 

Colorado Springs, welche vom 15. bis 20. Juli andauerte und an der Deutschlands

 

Goalballjugend sowohl mit einem Jungen- als auch mit einem Mädchen-Team an den

 

Start ging. Hier nun ein kurzer Rückblick auf den Verlauf des Turniers für die

 

4 Mädchen: Tanja Panter, Sarah Schacht, Charlotte Kaercher und Swetlana

 

Otto.

Das Turnier begann für die deutschen Goalballmädchen schon am Nachmittag vor

 

der offiziellen Eröffnung mit dem Spiel gegen die jungen Kanadierinnen. Dieses

 

Spiel bedeutete die ersten 3 Punkte für das Konto der Mädchen, denn die

 

kanadischen Mädels unterlagen 5:3.

Der nächste Tag versprach anstrengend zu werden, denn gleich 3 Spiele standen

 

auf dem Programm. Im ersten Spiel des Tages hieß der Gegner Russland. Hoch

 

motiviert gingen die deutschen Mädchen in das Spiel, doch die Russinnen gaben

 

ihrer Motivation schnell einen Dämpfer, sie besiegten das deutsche Team mit

 

10:6.

Am Nachmittag sollte das letzte Spiel der Hinrunde gespielt werden. Hier hieß

 

das gegnerische Team USA. Doch auch in diesem Spiel sollten die deutschen

 

unterliegen. Die jungen US-Amerikanerinnen beendeten das Spiel mit einem 4:2

 

Sieg.

Geknickt vom Verlauf des Tages gingen die Mädchen in ihr letztes Spiel für

 

diesen Tag. Die Rückrunde begann und erneut hieß es: Deutschland vs. Kanada.

 

Nach diesem anstrengenden Spiel am Abend sollte es doch noch das ein oder

 

andere Lächeln auf dem Gesicht unserer Mädchen geben, denn sie besiegten die

 

Kanadierinnen klar mit 5:1.

Beflügelt durch diesen erneuten Sieg über Kanada wollten die Mädchen gegen

 

Russland zeigen was sie alles können. Anstatt wie im ersten Aufeinandertreffen

 

alles aus der hand zu geben spielten sie ihr Spiel und holten sich den Sieg.

 

Der Endstand lautete hier 7:6 für Deutschland.

Die zweite Begegnung gegen die USA sollte nicht so von Erfolg gekrönt sein.

 

Erneut unterlag Deutschland – diesmal sehr knapp mit 5:4, was Hoffnung für das

 

Halbfinale am kommenden Morgen brachte. Denn auch da sollte der Gegner wieder

 

USA heißen. Höchst motiviert und mit dem Willen endlich einen Sieg gegen USA

 

einzufahren, um sich damit einen Platz im Finale zu sichern, gingen die

 

Mädchen auf den Platz. Und als ob die beiden Vorrundenspiele nie existiert

 

hätten fegte das deutsche Team die USA-Mädchen mit einem mehr als klaren 5:0

 

vom Feld.

Noch am selben Tag wartete das russische Team im Finale auf die deutschen

 

Goalballerinnen. Es sollte das wohl spannendste Spiel des Turnieres werden.

Nachdem Russland schon mit 3 Toren führte kämpften sich die deutschen immer

 

wieder heran. In den letzten Minuten fielen praktisch im Sekundentakt Tore auf

 

beiden Seiten. In den letzten Sekunden des Spieles betrug der Spielstand 8:8.

 

Eine Russische Spielerin warf den Ball und 2 Pfiffe ertönten – das 9:8. Damit

 

war das Spiel entschieden und bei den deutschen Mädchen flossen die Tränen.

 

Dennoch freute man sich am Ende über einen verdienten 2. Platz