15. Deutsche Meisterschaft Goalball in Bremen

20.04.2005: 15. Deutsche Meisterschaft Goalball in Bremen

Bericht von der 15. Deutschen Meisterschaft Goalball

Am vergangenen Wochenende fanden in Bremen die Deutschen Meisterschaften Goalball in den Sporthallen der Internationalen Universität statt. Der regierende Bürgermeister Henning Scherf und der Präsident der UIB hatten die Schirmherrschaft für diese Meisterschaft übernommen.

Acht Teams waren angetreten den Meistertitel zu erringen. In zwei Gruppen wurde erst einmal jeder gegen jeden gespielt. Gruppe A bestand aus den Mannschaften Magdeburg, Potsdam, Neukloster und Bremen und in Gruppe B waren München, SG Niedersachsen, Chemnitz und Königs Wusterhausen vertreten.

Die Teilnehmer der letzten deutschen Meisterschaft setzten sich jeweils ab und zeigten den jüngeren oder eher aus Torballspielern bestehenden Teams, dass Goalball doch etwas trainingsintensiv ist!

Potsdam und Bremen qualifizierten sich für die Zwischenrunde 1 – 4. Magdeburg und Neukloster machten es besonders spannend, denn die Mannschaften waren punktgleich, das Spiel gegeneinander war unentschieden ausgegangen und auch die Tordifferenz war identisch und so musste im Penaltyschießen die Reihenfolge ermittelt werden und die „jüngste“ Mannschaft, nämlich Neukloster gewann mit 4:3.

München und Königs Wusterhausen waren im Feld der letzten Vier, auch wenn KW und Chemnitz punktgleich abgeschlossen hatten: die Tordifferenz war bei Chemnitz negativ. Niedersachsen landete weit abgeschlagen in dieser Gruppe auf dem vierten Platz.

In der Zwischenrunde spielten die Favoriten schon mal gegeneinander und Potsdam behielt in diesem Duell die Oberhand. Bremen und Königs Wusterhausen konnten den spielstarken Teams Potsdam und München – in diesen beiden Teams sind die Nationalspieler Goalball Herren „zuhause“ – nicht so viel entgegen setzen, so dass sich in der Zwischenrunde folgende Reihenfolge ergab: Potsdam, München, Bremen und KW.

Auch die Teams (5 – 8) spielten die Plätze aus: Chemnitz Platz 5, Neukloster, Magdeburg und das Schlusslicht bildete auch hier Niedersachsen.

Nun standen die Halbfinalpaarungen fest: Potsdam hatte es mit dem Vertreter aus demselben Landesverband, nämlich mit KW zu tun und München durfte nochmals gegen den ausrichtenden Verein antreten.

Bremen verlor 3: 9 und Potsdam schaffte im Spiel einen 10 Torunterschied und somit gab es bei dem Ergebnis 12:2 Spielabbruch.

Nach kurzer Pause mussten KW und Bremen wieder auf das Spielfeld. Relativ deutlich bezwang KW die Hansestädter, auch wenn es zu Beginn sehr ausgewogen aussah.

Im Finale standen sich – wie auch schon im vergangenen Jahr Potsdam und München gegenüber. Die Spieler kennen sich untereinander sehr gut und so war klar, dass das Team gewinnen würde, das weniger Eigenfehler wie Überwurf, 10 – Sekundenstrafe oder dergleichen verursachen wird. In der Halbzeitpause stand es dann 1:1 und man spürte die Spannung in der ganzen Halle. München gelang der zweite Treffer und mit Geschick hielten die Münchener ihr Tor sauber. Bemerkenswert war die Leistung der Münchner Spieler Michel Breidbach, Hans Demmelhuber und Thomas Betzl, da diese drei Spieler das ganze Turnier ohne Auswechselspieler bestritten haben, während die „Gegner“ mit Steffen Lehmann, Matthias Schmidt, Mathias Köhler in Marco Jende einen sehr guten Ersatzspieler hatten.

Für München war es der zweite Meistertitel!

Den Organisatoren der Meisterschaft, die teilweise während des Tages Aktive im Turnier waren, sei ein großes Lob für die gute Arbeit ausgesprochen.

Hoffentlich findet sich für das kommende Jahr bald ein Ausrichter?

Christl Daentler